Kooperation zum Schutz des Königs der Lüfte

Im Rahmen von AQUILALP.NET wurden in den beteiligten Schutzgebieten in den Jahren 2003-2005 nach einheitlichen Methoden die Bestandsgrößen und der Bruterfolg des Steinadlers ermittelt sowie möglichst sämtliche Horste kartiert und im Detail dokumentiert. Nach der Brutperiode wurden außerdem in ausgewählten Revieren Beutereste aus beflogenen Horsten aufgesammelt, um stichprobenartig Einblick in die Nahrungsgewohnheiten der Adler zu bekommen.


Gesamtbestand

Die Ergebnisse aus dem Projekt AQUILALP.NET bestätigen, dass sich die Steinadlerbestände in den Alpen sehr gut erholt haben. In den untersuchten Gebieten konnten insgesamt 72 Adlerpaare ermittelt werden. Das entspricht knapp 10 % des Gesamtbestandes an Steinadlern in Österreich und Italien. Selbstverständlich kommen Steinadler auch in den Gebieten außerhalb der hier vorgestellten Schutzgebiete vor, über die aktuellen Bestandszahlen ist dort jedoch meist sehr wenig bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass der König der Lüfte bis heute wohl alle für Ihn geeigneten Bereiche der Alpen zurück erobert hat.



Im Rahmen des Projektes wird der Bruterfolg von rund 70 Steinadlerpaaren in fünf großen Schutzgebieten der Ostalpen regelmäßig überwacht. In der Karte sind alle erfassten Reviere durch Punkte gekennzeichnet. (zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken) …


Die Geburtenrate stimmt!

Steinadler sind langlebige Greifvögel, deren jährliche Reproduktionsrate vergleichsweise niedrig ist. Außerdem unterliegt die Nachwuchsrate von Steinadlerbeständen oft großen Schwankungen. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass nicht jedes Adlerpaar jedes Jahr zu brüten beginnt. In manchen Jahren startet nur jedes zweite Adlerpaar einen Brutversuch, während in anderen Jahren fast alle Paare Eier legen.

Im Rahmen des Projektes AQUILALP.NET wurde in den Jahren 2003 bis 2005 in allen beteiligten Schutzgebieten die Nachwuchsrate der Steinadler im Detail untersucht. Obwohl die Anzahl der großgezogenen Jung-vögel pro Paar zwischen 0,13 und 0,79 schwankte, lag der Gesamtdurchschnitt (über alle Jahre und Schutzgebiete gerechnet) bei 0,47. Im Durchschnitt hat also jedes zweite Adlerpaar erfolgreich einen Jungvogel großgezogen. Über die drei Jahre des Projektes gesehen, haben in den beteiligten Schutzgebieten mehr als 100 Jungadler ihre Nester verlassen.

Einer der entscheidenden Faktoren für den Gesamtbruterfolg einer Steinadlerpopulation ist, wie viele der Adlerpaare überhaupt Eier legen und damit einen Brutversuch starten. In den untersuchten Gebieten schwankte dieser Anteil der Brüter zwischen 25 und 100 Prozent. Im Durchschnitt haben jedes Jahr knapp zwei Drittel der Adlerpaare zu brüten begonnen.



Die Anzahl der großgezogenen Jungvögel pro Paar shwankte zwischen 0,13 und 0,79 (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken) …



Der Anteil brütender Paare an der Gesamtpopulation schwankte zwischen25 und 100 Prozent. (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken) …


  gefördert aus den Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung
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